Jojoba Israel
Zukunftsfähigkeit & Umwelt

 

DER EINSATZ VON JOJOBA HILFT DABEI; DIE WELT ZU EINEM ZUKUNFSFÄHIGEN ORT ZU MACHEN 

Der Kibbutz Hatzerim in der Negev-Wüste, der Besitzer der Firma Jojoba Israel (100%iges Eigentum) ist zur Zeit einer der größten Anbauer und Hersteller von Jojoba in Israel – und einer der zentralen Akteure auf dem Weltmarkt. Es ist die Philosophie des Kibbutzes, die Welt lebenswerter zu machen. Der Kibbutz verfolgt einen nachhaltigen Ansatz in Bezug auf die Umwelt und natürlichen Ressourcen, insbesondere durch die Wiederbenutzung von Wasser, den Einsatz von Sonnenenergie und von Menschen erzeugtem Abfall, und er versucht ausserdem, anderen sein angesammeltes Wissen und seinen Lebensstil zu vermitteln.

Das größte Projekt des Kibbutzes – die Firma Netafim – wurde im Jahre 1964 gegründet und produziert Niedrigmengen-Tropfbewässerungssysteme, die die Erträge erhöhen und gleichzeitig den Verbrauch an Wasser sowie den Bedarf an Land äussert gering halten und die Bewässerungseffizienz jedes Kubikmeters an Wasser erhöhen. 

Das Wissen der Kibbutzmitglieder von Hatzerim über den Einsatz modernster Bewässerungsmethoden kommt seit 1988, als die Idea eines "grünen Garten" um den Kibbutz herum Gestalt annahm, zum Einsatz. Die Idee, dass diese revolutionäre Bewässerungsmethode auch dabei helfen kann, die Wüstenlandschaft des Kibbutzes in einen großen, blühenden Garten zu verwandeln, war sehr aufregend. Die Mitglieder von Hatzerim wollten eine Pflanze, die für die Wüstenlandschaft geeignet ist, durch Einsatz der Tropfbewässerung weniger Wasser verbraucht, den Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel, die die Umwelt verschmutzen, unnötig macht und ausserdem grüne Kosmetikprodukte in aller Welt bekannt macht. 

 

Eine einzige wunderbare Pflanze vereinte alle diese Eigenschaften in sich: Jojoba.

Die Jojoba-Pflanze – die sowohl international als auch in unserem Gebiet eine neue Kulturpflanze darstellte, wurde Anfang der sechziger Jahre des letzten Jahrhunderts nach Israel gebracht, und zwar mit der Idee, die gesamte israelische Negev-Wüste mit ihr zu bepflanzen, um ein Schmieröl für schnelllaufende Motoren herzustellen. Dieses Öl, das eher ein flüssiges Wachs als ein Öl ist, ist fähig, hohen Temperaturen standzuhalten. Diese Eigenschaft erweckte das Interesse der Wissenschaftler. Es wurden beträchtliche Anstrengungen in die Akklimatisierung der Pflanze investiert. Nach vielen Schwierigkeiten konnte die Pflanze endlich akklimatisiert und neue israelische Sorten wurden entwickelt. Zu Beginn der achziger Jahre jedoch wurde die Idee des Einsatzes des Jojoba-Öl als Schmiermittel fallengelassen und das Projekt fast abgebrochen. Kurz gesagt, die Schwierigkeiten bei der Umwandlung der Pflanze zu einer industriellen Nutzpflanze waren zu groß für jemanden, der nicht über ausreichende landwirtschaftliche Technologien und genug industrielles Know-How verfügte, um diese Schwierigkeiten zu bewältigen.     

Der Kibbutz Hatzerim jedoch besaß diese Fähigkeiten sowie die den großen Wunsch, die Wüstenflächen im Kibbutz zu reduzieren – und dies stellt den Schlüssel zum Erfolg dar! 

Seit der Kibbutz Hatzerim diese Nutzpflanze unter seine Fittiche genommen hat, entwickelte sie sich langsam zu der zentralen Nutzplanze der Negev – und dies ist keineswegs ein Zufall.

Die Jojoba-Pflanze hat langsam und sicher ihre Stellung als Hauptnutzpflanze der israelischen Negev-Wüste für den globalen Kosmetikmarkt ausgebaut. Die wunderbaren Eigenschaften des Öl, dessen Molekularstruktur fast identisch mit der Molekularstruktur des menschlichen Hauttalgs ist, wurde von den größten Kosmetikherstellern der Welt entdeckt. Die Tatsache, dass das Öl von einer Pflanze stammt, deren Molekularstruktur identisch ist mit der Molekularstruktur eines lebenden Organismuses, führte dazu, dass sie immer öfter von grünen Kosmetikherstellern benutzt wird. 

Ein weitere interessanter Aspekt dieser Ähnlichkeit auf molekularer Ebene betrifft die Anstrengungen, die Wale der Weltmeere zu retten. In der Vergangenheit benutzte die Kosmetikindustrie Walöl zur Herstellung verschiedener Kosmetikartikel. Da Wale Säugetiere sind – wie wir Menschen auch – ist ihr Öl sehr "benutzerfreundlich" für Menschen, weshalb es für viele Jahre in der Kosmetikindustrie zum Einsatz kam.   

Jetzt stellt das Jojoba-Öl die perfekte Alternative zum Walöl dar. Wir können mit Stolz verkünden, dass der Anbau und die Benutzung der Jojoba-Pflanze die Jagd auf die Wale, deren Anzahl sich im Laufe der letzten Hundert Jahre als Folge der Jagd durch Menschen drastisch reduziert hat, verhindert. 
Jojoba-Anbauer auf der ganzen Welt haben sich zusammengeschlossen, um internationale Organisationen zum Schutz der Walbestände in ihren Bemühungen zur Verhängung eines Walfangverbots in den Ozeanen zu unterstützen.


Der Anbau von Jojoba im Kibbutz Hatzerim brachte umweltspezifische Vorteile für den Kibbutz und seine Umgebung mit sich, einschließlich: 

1. Gestaltung eines grünen Gürtels um den Kibbutz herum – Bei Eintreffen der ersten Siedler in der Negev im Jahre 1946 war das Gebiet eindeutig eine Wüstenlandschaft. Zuerst versuchten die jungen Siedler, das Gebiet innerhalb des Kibbutzes in einen blühenden grünen Garten umzuwandeln. Dies war der richtige Ansatz, sowohl in Bezug auf die Umgebung als auch den menschlichen Aspekt. Das Verbundenheitsgefühl der Siedler mit ihrem Land, nach einem 2.000 Jahre währenden Exil, war sehr stark. Die Beziehung zwischen den Mitgliedern von Hatzerim und ihrer Umgebung und hauptsächlich der Flora kam in den Namen zum Ausdruck, die den Gruppen der im Kibbutz geborenen Kindern gegeben wurden. Die Namen hatten immer Bezug zu der Pflanzenwelt. Die Versuche der Mitglieder von Hatzerim, verschiedene Nutzpflanzen anzubauen, waren erst erfolgreich, nachdem das Salz von den Feldern des Kibbutzes, der von der Wüste umgeben war, weggespült wurde. Die über das Gebiet verstreuten Quellen stellten immer eine Lebensquelle für die Schafherden dar, die auf ihrem Weg zu den grünen Felderns des Nordens im Sommer durch das Gebiet zogen. Die Wüstenlandschaft blieb verlassen, salzig und bereit für die Erneuerung, die der nächsten Winter mit sich brachte. 

Die erhebliche Diskrepanz zwischen den ausgedehnten Bodenresourcen, die aufgrund des Wassermangels und ihrer salzigen Natur unbebaut blieben, und dem Wunsch der Siedler, die Wüste zum Blühen zu bringen, wurde durch die Entwicklung neuer Bewässerungsmethoden und dem Wegspülen des Salzgehalts des Bodens aufgelöst.
Der Anbau von Jojoba als Wüstenpflanze mit modernen Bewässerungsmethoden reduziert die Merkmale der Wüste und stoppt den Wüstenbildungsprozess!

2. Nutzung von regeneriertem Wasser – das gesamte Entwässerungssystem des Kibbutzes ist mit einem Wasserreservoir verbunden, in dem das Wasser einer Oxygenierung unterzogen wird und danach für die unterirdische Bewässerung der Jojoba-Felder erneut zum Einsatz kommt. Kein Tropfen des kostbaren Wassers bleibt ungenutzt! Die speziellen Tröpfler, die für die unterirdische Bewässerung benutzt werden, stellen ein in Hatzerim entwickeltes Pioniermodell dar und werden seit Dutzenden von Jahren auf den Jojoba-Feldern des Kibbutzes benutzt. Die unterirdische Bewässerung bietet viele Vorteile, insbesondere die Einsparung von Wasser sowie direkte Nährmittelzufuhr zu den Pflanzenwurzeln. Die Nutzung von regeneriertem Wasser für landwirtschaftliche Zwecke anstelle es ins Meer abzuleiten oder in das Frischwasser des Aquifer gelangen zu lassen, ist äußerst vorteilhaft für die Umwelt!

3. Benutzung erneuerbarer Sonnenenergie – der Kibbutz Hatzerim hat auf einem Grundstück mit der Größe von 11 Hektar in den Jojoba-Feldern eine Solarenergieanlage errichtet. Die Anlage erzeugt 6 Megawatt an Elektrizität – ohne Umweltverschmutzung! Die Kombination von Jojoba-Feldern und Energieanlagen stellt ein hervorragendes Format für die Ausnutzung weitläufiger Landressourcen und der in der Negev im Überfluss vorhandenen Sonneneinstrahlung dar und bietet eine Alternative zu den auf Erdöl basierenden Energiequellen!  

4. Die Nutzung erneuerbarer, aus Abfall gewonnener Energie – Das Elektrizitätssystem im Kibbutz Hatzerim ist mit einer Turbine verbunden, die durch Methangas betrieben wird, das in der Dudaim Abfalldeponie erzeugt wird. Der Kibbutz fährt, als Teil seiner Umweltschutzpolitik, damit fort, grüne Energie zu benutzen, die von alternativen Quellen erzeugt wird, um die Umwelt zu schützen!

5. Erneute Benutzung des Jojoba-Breis – Während des Herstellungsprozesses des Öl entsteht aus den Jojoba-Samen Brei. Dieser Brei besitzt viele Eigenschaften, die für die Herstellung von Kosmetikprodukten benötigt werden, wir benutzen ihn aber auch, um die Jojoba-Felder zu düngen. Als getrocknete Masse kann der Brei 10-Mal mehr Flüssigkeit als sein Volumen aufnehmen. Die Kibbutzmitglieder nutzen diese Eigenschaft des Breis aus und verteilen ihn in den Kuhställen des Kibbutzes. Der Brei absorbiert die Ausscheidungen der Kühe und nach entsprechender Aufbereitung wird der mit Kuhdung angereicherte Brei zur Düngung der Felder eingesetzt! 

Zusammenfassung:

Die Jojoba-Industrie und der Vorgang der Gewinnung des flüssigen Wachses untergehen gerade einen beschleunigten Entwicklungsprozess, der dazu führen wird, dass Jojoba in der Zukunft verstärkt als Rohmaterial für die Herstellung vieler Kosmetikprodukte benutzt werden wird. 
Jojoba Israel und der Kibbutz Hatzerim werden damit fortfahren, diesen Industriezweig zu entwickeln und auszubauen, damit sich der Bekanntheitsgrad von Jojoba auf der gesamten Welt erhöht. Wir glauben, dass der verstärkte Anbau von Jojoba dazu führen wird, dass es immer häufiger eingesetzt werden wird und sich dadurch positiv auf den Walfang auswirken wird.
Die Ausweitung der Felder wird immer unter Beachtung des Umweltschutzes vorgenommen, um den kommenden Generationen eine bessere Welt zu hinterlassen.

 

 

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